MIELENHAUSEN "Das freundliche Dorf am Bramwald" 
                                                                        ... ein Ortsteil der Stadt Hann. Münden 

                                          

Dorfplatz















































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Bericht des Ortsbürgermeisters Frank Menn: Veröffentlichung im Nachgang zur Ortsratssitzung am 16. November 2021

Bericht des Ortsbürgermeisters

Die beiden vergangenen Jahre standen zweifellos maßgeblich im Zeichen der Covid-Pandemie. Dieser sind viele Veranstaltungen, Ereignisse und Aktivitäten zum Opfer gefallen, von denen die ein oder andere in einem solchen Bericht erwähnt worden wären.

Ein immer wieder kontrovers diskutiertes Geschehen war aber ganz sicher die Anschlüsse des Dorfes an VDSL und Glasfaser durch Telekom bzw. Goetel. Beide, Telekom wie auch Goetel, haben sich unter dem Strich sicher nicht mit Ruhm bekleckert. Für mich wie auch für Fabian aber war die Kooperation mit der Telekom bzw. deren Subunternehmen weitaus unangenehmer und schwieriger. Wir mussten signifikant mehr Zeit investieren, um die Wogen immer wieder zu glätten und zwischen Stadtverwaltung und Bauleitung zu vermitteln. Dass auch beim Subunternehmer der Fa. Goetel nicht alles rund lief, soll aber auch nicht verschwiegen werden. Allerdings hatte ich bei vielen Gesprächen und Beschwerden den Eindruck, dass man weder den harten Winter noch die Coronalage bereit war, zu berücksichtigen. Bei Frost kann man nunmal nicht asphaltieren.

Der Anschluss des Dorfes an die 1 GB – Glasfaserleitung ist aus meiner Sicht ein großes Stück Zukunftssicherung. Dass uns das gelungen ist, ist aber bei weitem nicht nur das Verdienst des Ortsrates, sondern insbes. dem unermüdlichen Einsatz der Arbeitsgruppe, die sich seinerzeit spontan gebildet hatte. Dieser Truppe danke ich noch einmal ausdrücklich, standen sie doch den Bürgerinnen und Bürgern nahezu rund um die Uhr mit Rat und Tat zur Seite.

Ein zweites Ereignis, das Spuren hinterlassen hat, war der bereits erwähnte unerwartet harte Winter. Dass der Winterdienst der Stadt hier nicht hinterher kam, ist nur zu verständlich. Wir werden auf die Probleme sicher noch unter Top 8 zu sprechen kommen. Umso mehr gebührt sowohl Fabian Imke als auch Klaus und Marc Böttcher großer Dank, dass sie hier mit ihren Schleppern eingesprungen sind und was eben möglich war unternommen haben, dass die Straßen im Dorf weitestgehend frei waren. Dies ist zunächst durch einen Hilferuf der Feuerwehr initiiert worden, wie mir Hendrik berichtete. Danach wurde es aber sozusagen zum Selbstläufer, die Treckerfahrer waren nahezu allzeit bereit und abrufbar.

Von den Bürgerinnen und Bürgern wird so etwas nur zu gerne entweder mehr oder weniger dankend hingenommen, oder eben nicht. Leider wurde mir nämlich auch berichtet, dass es Beschwerden gegeben habe. Irgendwo muss der Schnee ja schließlich hin.

Etwas will ich aber noch erläutern:

Wenn die Feuerwehr die Fahrzeuge im Rahmen der Verkehrssicherung, des Katastrophenschutzes oder was auch immer anfordert, mag das für die Landwirte versicherungstechnisch und steuerrechtlich alles im grünen Bereich liegen. Ganz anders aber sieht das aus, wenn die Trecker nur deshalb eingesetzt werden, um die Straßen im Dorf passierbar zu halten. Wie sieht es da mit Versicherungsschutz aus, wenn dabei ein Schaden entsteht? Grünes Kennzeichen, Stichwort LoF- Zweck? Das wird nur allzu leicht übersehen bzw. aus Unkenntnis nicht berücksichtigt, kann aber böse Folgen für die Treckerfahrer und –halter haben. Auch hier hat sich dann der Ortsrat eingeschaltet. Ich habe dann entsprechende Anfragen an die Stadtverwaltung und das Landvolk gerichtet. Es konnte dann zum Glück seitens Landvolk mit Unterstützung der Ldw.-Kammer schnell geklärt werden, dass diese Einsätze tatsächlich als LoF-Einsätze gelten, sodass steuerlich keine Probleme auftreten. Hinsichtlich des Versicherungsschutzes wurde mit der Stadt abgeklärt, dass dann, wenn die Fahrer und die Strecken, die geräumt werden, zuvor genannt werden und die Fahrer kein Entgelt bekommen, also für lau fahren, diese Tätigkeit im Auftrag des Bürgermeisters ausgeführt werden und als ehrenamtliche Tätigkeit gewertet wird.

Dadurch ist gewährleistet, dass die kommunale Rückversicherung bei etwaigen Schäden aufkommt. Dennoch: Zuerst muss die Haftpflicht des Treckers einspringen!

Ich erläutere das deshalb so ausführlich, damit deutlich wird, was alles dahintersteckt, wenn die Jungs mit ihren Treckern dafür sorgen, dass wir mit unseren Autos fahren können, wohin auch immer wir wollen oder müssen. Deshalb noch einmal: Herzlichen Dank!

Das wäre es dann von meiner Seite. Ich gebe das Wort ab an den Bürgermeister.